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Pressemitteilung anlässlich der Anlage eines Kammmolchgewässers im Schwalenberger Wald am 05.03.2008
Adolf-Deppe-Stiftung fördert Anlage eines Gewässers für den gefährdeten Kammmolch
Der Kammmolch ist mit einer Größe von bis zu 18 cm einer der größten Molche in Deutschland und gehört zu den gefährdeten Arten. Er untersteht sogar dem europäischen Schutz und hat daher eine besondere Bedeutung. Wie Untersuchungen der Biologischen Station Lippe ergeben haben, befindet sich im Kreis Lippe auf dem Mörth mit 440 m die höchst gelegene Kammmolchpopulation in NRW. Eine weitere Population befindet sich am unteren Bereich des Mörths in einem Gewässer, das in absehbarer Zeit allerdings durch den natürlichen Prozess der Verlandung verschwunden sein wird.

Kammmolch (Foto: Arno Geiger, Recklinghausen)
Daher wurde jetzt ein Ersatzgewässer geschaffen, um den Molchen und weiteren gefährdeten Arten z.B. Libellen eine Ausweichmöglichkeit zu bieten. Dank guter Zusammenarbeit mit Forstdirektor Günter Rossa und Forstamtsrat Hermann Kaiser vom Landesverband Lippe als Waldbesitzer konnte dafür ein geeigneter Ort gefunden und zur Verfügung gestellt werden. Die Finanzierung der ca. 4.000 Euro teuren Maßnahme wurde durch die Adolf-Deppe-Stiftung aus Detmold ermöglicht. Dafür dankte Dr. Ute Röder von der Biologischen Station Lippe dem 1.Vorsitzenden der Stiftung, Hans Wimmers bei einer Ortbesichtung anlässlich der Baggerarbeiten. "Die Adolf-Deppe Stiftung hat schon viele Naturschutzprojekte in Lippe und auch bei uns gefördert. Das ist ganz wichtig, weil wir damit Naturschutzprojekte auch in die Realität umsetzen können und sinnvolle Planungen nicht in irgendwelchen Schubladen verschwinden müssen". Der 30x15 m große und bis zu 1,80 m tiefe Teich wurde mit einem Bagger auf einer Windwurffläche angelegt, die Stubben zunächst entfernt, anschließend modelliert und der Bodenaushub in einer Verwallung untergebracht. "Herr Reiner Bruns, der Führer des Baggers, hat hier hervorragende Arbeit geleistet, weil eine gute Modellierung die Ansiedlung der verschiedenen Pflanzengesellschaften und nachfolgend dann der Tiere entscheidend beeinflusst." so Matthias Füller von der Biologischen Station.
Nun muss man 2-3 Jahre Geduld haben, bis sich in diesem nährstoffarmen Gewässer die ersten Pflanzen entwickelt haben und der Kammmolch und seltene Libellenarten wie die Moosjungfern hier ihren neuen Lebensraum finden werden.

Foto: v.l.n.r: Dr. Ute Röder (Biologische Station), Hans Wimmers von der Adolf-Deppe.Stiftung aus Detmold und Matthais Füller von der Biologischen Station begutachten die Anlage des neuen Artenschutzgewässers.
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