| Lebensraum der Hirschkäfer (Lucanus cervus) sind alte Eichen- und Eichemischwälder sowie Buchenwälder mit einem entsprechenden Anteil an Totholz bzw absterbenden Althölzern in wärmebegünstigter Lage. Es werden aber auch alte Parkanlagen, Gärten und Obstplantagen besiedelt.
Früher war der imposante Hirschkäfer in Lippe noch häufiger. Davon zeugt z.B. die Sammlung von Hirschkäfergeweihen des Flurschützen Heinrich Brackhage aus Horn (1864 bis 1927). Warum der Hirschkäfer so selten geworden ist, ist wahrscheinlich ein Komplex verschiedener Ursachen. Eine Grund ist, dass starkes Tot- und Altholz sowie Stubben in unseren Wäldern weniger geworden sind. Die Larve braucht nämlich während ihrer fünf bis acht Jahre dauernden Entwicklungszeit in modernden Holz gleichmäßiges Klima, was sie nur in dickeren anbrüchigen Laubbäumen und Stubben findet. Der Hirschkäfer ist geschützt und stark gefährdet. Die Biologische Station hat im Auftrag der LÖBF Waldbereiche auf geeignete Strukturen und Käfer untersucht Gleichzeitig sammelt sie Meldungen zu Hirschkäfervorkommen.
Wir freuen uns daher, wenn Sie Hirschkäferfunde bei uns melden unter kontakt@biologischestationlippe.de. |