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In Lippe und Umgebung, geprägt durch die
Mittelgebirglandschaften Teutoburger Wald und Lippisches Bergland, haben
die Quellen auch infolge der interessanten kulturhistorischen
Entwicklung, eine besondere Bedeutung. Noch heute spiegelt sich die
Anwesenheit von Quellen oder Quellfluren in den Siedlungen häufig noch
in den Ortsnamen wieder; Endungen wie -born, –bronn, –siek oder –springe
(z.B. Brakelsiek, Paderborn, Lippspringe) weisen darauf hin. Wie überall
in Deutschland ist mit der modernen Trinkwassergewinnung die Bedeutung
der Quellen ins Vergessen geraten und die Quellen in Lippe durch
verschiedenste Maßnahmen wie Verbauung, Drainierung. Müllablagerung oder
Verfüllung zerstört bzw. stark beeinträchtigt.
Das Projekt „Quelle von
Kultur und Natur“ soll beispielhaft an zwei Standorten zum Einen die
kulturhistorische und ökologische Bedeutung der Quellen dokumentieren
und zum Anderen die heutigen Beeinträchtigungen sowie die
Beeinträchtigungen durch Maßnahmen zurückführen.
Folgende
Quellen bzw. Quellbereiche, jeweils an den äußersten Punkten der
West-Ost-Ausdehnung des Kreises Lippe gelegen, sollen beispielhaft im
Rahmen des Projektes bearbeitet und renaturiert werden. Im Westen des
Kreises ist die Sachsenquelle am Tönsberg bei Oerlinghausen
Maßnahmeobjekt, im Osten des Kreisgebietes sind es die
Paterquellen am Klosterberg bei Falkenhagen. Beide Standorte
weisen massive Eingriffe in die Quellen auf. Die Paterquellfassungen und
die Sachsenquelle sind vollständig verbaut und wurden zur Wassernutzung
abgeleitet
Beide Quellbereiche
sind als ehemalige Trinkwasserquellen bzw. zur Freizeitnutzung durch
Verbauung stark beeinträchtigt (siehe Abb. Tönsberg).
Die Verbauung soll
zerstört und das Material bodenschonend entfernt werden. Begleitende
Maßnahmen wie die Anlage eines Umlaufgerinnes um ein Tretbecken oder die
Besucherlenkung um dann wieder neu entstehende ökologisch sensible
Bereiche, werden die Maßnahmen ergänzen. Die Renaturierung der
Paterquellen konnte im Dezember 2006 bereits durchgeführt werden (siehe
Abbildung).
Da die Quelle am
Tönsberg innerhalb einer historischen Wallanlage liegt, werden unter
Regie des Lippischen Landesmuseums zuvor Grabungen durchgeführt (siehe
Abbildung).
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