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Ein Garten macht Schule - Buddeln für den Burger!

Viele Schulen haben sich gemeldet und reges Interesse an dem Projekt bekundet. Leider können nicht alle Schulen teilnehmen, und so haben wir nach eingehenden überlegungen folgende Schulen ausgewählt:

  • Kusselberg-Schule in Detmold, Pivitsheide
  • Grundschule Heidenoldendorf, Detmold
  • Grundschule Schieder
  • Grundschule Ehrentrup, Lage
  • Südschule, Lemgo

Herzlichen Glückwunsch!

Für die Schulen, die leider nicht am Projekt teilnehmen können, möchten wir einen Workshop zum Thema "Wie plant man einen Schulgarten?" durchführen. Dort sollen auch diese Schulen die Möglichkeit bekommen, sich mit dem Thema zu beschäftigen und sich gegebenenfalls selbständig an die Umsetzung zu wagen.

Zur Geschichte des Schulgartens

Schulgärten gibt es nachweislich schon seit 300 Jahren. Um 1700 ließ August Hermann Francke in Halle an der Saale den ersten Schulgarten anlegen. Im ausgehenden 19. Jahrhundert gewann das Thema Schulgarten auch in der institutionalisierten Bildung immer mehr Beachtung. Typisch für die damalige Zeit waren große Zentralschulgärten, die in großen Mengen botanisches Anschauungsmaterial für den Biologieunterricht lieferten. Erst zur Jahrhundertwende verbreitete sich die Idee des schuleigenen Gartens, in dem die Schüler die Gartenarbeit erlernten, den Gemeinschaftssinn schulten und biologische Beobachtungen durchführten. Die Nationalsozialisten missbrauchten die Idee des Schulgartens für ihre "Blut-und-Boden"-Ideologie, weshalb nach dem Zweiten Weltkrieg der Schulgarten in der BRD an Bedeutung verlor. In der DDR hingegen gab es sogar ein eigenes Schulfach "Gartenarbeit".

Projektinhalt
  • Angebot für Offene Ganztagsschulen im Kreis Lippe zur Erweiterung des Nachmittagsangebotes
  • Anlage und Pflege von Schulgärten zusammen mit den Schülerinnen und Schülern (biologisch bewirtschaftete Nutzgärten) über eine Vegetationsperiode hinweg
  • Ernten und Verarbeiten der selbst erzeugten Produkte
  • Erarbeitung eines Konzeptes zur längerfristigen (ehrenamtlichen?) Betreuung der Gärten in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Schulen

Projektablauf

  • November 08:
    Auswahl der teilnehmenden Schulen
  • Dezember 08/ Januar 09:
    Projektvorbereitung an den teilnehmenden Schulen
    (Termine, Organisation, Inhalte, Gartenplanung)
  • Februar bis Oktober / November 09:
    Durchführung des Projektes
  • Dezember 09:
    Abschluss des Projektes

Warum bietet die Biologische Station dieses Projekt an?

In unserer Umweltbildungsarbeit ist uns aufgefallen, dass viele Kinder und Jugendlichen auch in unserem ländlich geprägten Raum keine Beziehung mehr zur Natur haben. Das wirkt sich sowohl auf unmittelbares Naturwissen (z.B. Artenkenntnis) aus, als auch auf ihr Verhalten gegenüber der Natur. Sie wissen nicht mehr, wie man sich richtig in der Natur verhält und finden es eklig, sich auf den Waldboden zu setzen. Das ist aber nur ein Aspekt, der uns dazu bewogen hat, dieses Projekt anzubieten. Der andere Grund findet sich in vielen Studien und Berichten, die darlegen, wie wenig sich unsere Kinder bewegen, dass sie zuviel und vor allem das Falsche essen und infolgedessen an übergewicht leiden. "Buddeln für den Burger" bezeichnet diesen Aspekt des Projektes, der Kindern Spaß an Bewegung und gesunder Ernährung vermitteln will.

Was bietet der Schulgarten für Vorteile?

  • erlebnisorientiertes Umweltbildungsangebot
  • aufregend, vielfältig, abwechslungsreich
  • spielerische Vermittlung ökologischer und nachhaltiger Themen
  • Vermittlung von Kenntnissen zur Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln
  • Anlage eines nutz- und erlebbaren Schulgartens
  • mehr Bewegung für SchülerInnen
  • neue Naturerfahrungen für SchülerInnen
  • weiterer Programmpunkt im Nachmittagsangebot der OGS
  • dank der Förderung durch die Umweltstiftung Lippe entstehen keine Betreuungskosten

Foto: pixelio.de

Wer unterstützt das Projekt?

Ohne die Unterstützung durch die Umweltstiftung Lippe, eine von der Stiftung Standortsicherung im Kreis Lippe verwaltete Stiftung, wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Sie unterstützt das Projekt mit 28.500 Euro. Dadurch ist es möglich, den Schulen dieses Projekt ohne einen großen Kostenbeitrag anzubieten. Den Schulen entstehen nur geringe Kosten für Sämereien und Pflanzen, evtl. auch für die Anschaffung einiger Geräte.

Wer zuhause alte, aber noch funktionstüchtige Gartengeräte hat, ist herzlich dazu aufgerufen, diese dem Projekt und damit den Schulen zu spenden, damit alle Gärten auch dauerhaft bestehen bleiben.

Das Schuldezernat der Bezirksregierung Detmold unterstützt das Projekt ebenfalls. Es übernahm die Verteilung der Werbeflyer und rief die Schulen in einem Rundschreiben zur Unterstützung des Projektes auf.

Biologische Station Lippe
Domäne 2
32816 Schieder-Schwalenberg
Telefon    05282 /462
Telefax    05282 / 8620
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